Welver/Dortmund: Die freiwillige Feuerwehr Welver konnte am vergangenen Wochenende an einem Training der DMT (Zentrum für Brand- und Explosionsschutz der deutschen Montan Technologie) in Dortmund zum Thema Gasbrände teilnehmen. Die zehn Teilnehmerplätze wurden vom örtlich zuständigen Gasversorger zur Verfügung gestellt.

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Auch wenn es selten zu Gasbränden an öffentlichen Versorgungsleitungen kommt ist es umso wichtiger, dass die Brandschützer bei einem solchen Störungsfall die Situation beurteilen und erste Schritte der Gefahrenabwehr einleiten können, den so ein Gasaustritt ist nichts Ungewöhnliches und könnte auch in unserem ländlichen Raum auftreten.

Begonnen wurde der Vormittag mit einer einstündigen Theorieeinheit, wo den Teilnehmern die verschiedenen Gase im Allgemeinen sowie die Einsatzgrundsätze erläutert wurden.

Nach der Theorie ging es in die Praxis.

 

 

So wurde bei der ersten Station eine undichte Gasleitung simuliert. Mit dem Hohlstrahlrohr musste die Flamme „eingefangen“ und gelenkt werden, so dass der vorgehende Trupp die Gaszufuhr abschiebern konnte. Diese Rohrleitungen können fest installiert, aber auch z.B. an Gastankwagen vorkommen.

Weiter ging es in den häuslichen Bereich. Das gleiche Übungsziel war wie zuvor an der Gasleitung zu erreichen, jedoch waren die Feuerwehrmänner nun räumlich beschränkt. Aber auch diese Aufgabe konnte mit Bravur gemeistert werden.

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An der letzten Station wurde ein Arbeitsunfall in einer Baugrube dargestellt. Aus der Gasleitung schießt die Stichflamme, in der Grube liegt noch ein Handwerker, der durch das Feuer aber nicht zu erreichen ist. Mit dem Strahlrohr wurde nun die Flamme soweit zurückgedrängt das es möglich war den Patienten ohne Gefahr über die Leiter zu retten.

Wichtig war bei allen drei Szenarien das nach Möglichkeit die Flamme zwar unter Kontrolle gebracht aber nicht gelöscht wird. Den sollte das Feuer ausgehen, strömt das Gas unkontrolliert aus, was bei einem erneuten Funken zu einer Explosion führen kann.

 

Das Resümee aller Teilnehmer war am Ende des Tages durchweg positiv. Sie kehren nun als geschulte Multiplikatoren in ihre Standorte zurück, wo sie das erlernte Wissen an die Kameraden weitergeben sollen.

Aber auch auf dem Gelände des DMT in Dortmund wird Dies nicht das letzte Training gewesen sein.