27.08.1942

Lehrgangsbescheinigung der Feuerwehrschule Münster. Hier fand vom 30.8 bis 5.9.1942 ein Lehrgang für Angehörige der HJ-Feuerwehrscharen statt.
Diesen Lehrgang besuchte Fritz Kötter aus Meyerich.
03.03.1943
Große Aufregung und die Furcht vor einem Großbrand herrschte bei der Bevölkerung über eine Strohdieme in Gleisnähe des Bahnhofes, die der Getreidehändler Heinrich Hennenkemper für das Heeresverpflegungsamt Soest dort lagerte. Der Beschuss durch Tiefflieger hätte dieses auslösen können. Nach einem langen Schriftwechsel erfolgte die Abräumung.
11.05.1943
Antragsstellung für die Beschaffung eines Löschfahrzeuges LF 8 und TSA für die Feuerwehren des Amtes Borgeln- Schwefe.
Kriegsjahr 1943
Die Wucht des Krieges nahm mit der Flächenbombardierung der Alliierten ungeheure Ausmaße an. Tausende Häuser wurden in Brand gesetzt und zerstört. Die Feuerlöschpolizei und Lufthelfer befanden sich in steter Alarmbereitschaft. In Meyerich war es die ehemalige Reithalle am Bahnhof Welver die zum Standort des Löschfahrzeuges und Sammelpunkt der Wehrleute mit Feldbett und Telefon ausgerüstet war. Die Alarmwache galt nicht so sehr dem Feuerschutz der Gemeinde, ausgenommen einiger Fliegerangriffe auf Bahnstrecke und Bahnhof, sondern dem Städtedreieck Dortmund- Münster- Paderborn- Bielefeld.
So konnte es geschehen, das junge Männer der „HJ“ Günter Hustadt, Heinz Röttger, Hermann Großelohmann, Fritz Hellmich und freigestellte Kameraden Karl Möllenhoff, Josef Obhus, Heinrich Beckmann, Georg Röttger, Franz Rohaus, Josef Coerdt, Wilhelm Teimann unter Leitung des Amtsbrandmeister Rudolf Frische nach vielen Stunden vom Brandeinsatz zurück, sofort wieder in einer anderen Stadt eingesetzt wurden. Ihren Einsatzbefehl erhielt die Bereitschaft verschlüsselt von der Einsatzleitung Soest, die darauf mit Hornsignalen Männer alarmierte. Bei vielen Einsätzen gab es nichts mehr zu löschen.
Als sich Ende 1944 fast alle Männer im Krieg befanden, übten Welveraner Frauen mit der Handdruckspritze unter der Leitung von Brandmeister Wilhelm Grote bis zum Kriegsende 1945 den Brandschutz. An den Feuerschutzübungen beteiligten sich: Margarete Zietling, Mieze Engbert, Clementine Pake, Marlies Schnieder, Mimmi Markhoff, Änne Schockenhoff, Anni Dreyer, Else Dreyer, Marta Häger, Edit Langenscheidt und Hilde Grote.
Nach dem Kriegsende übernahm die Feuerwehr zunächst Schutzfunktionen gegenüber Plünderern. Die Wehrmänner erhielten rote Armbinden mit dem Aufdruck „Fire Brigade“, die sie berechtigte, auch während der Sperrstunden, nach Sonnenuntergang, sich im Freien aufzuhalten.
24.12.1945
Brand des Viehhauses des Bauern Josef Loeser Hof Stemerk. Der Brand breitete sich schnell im Dachstuhl aus. Das Feuer wurde vermutlich durch einen Kurzschluß verursacht. Die Löschgruppen Flerke, Meyerich, Werl, Scheidingen und Bergstraße leisteten Löschhilfe.
Die Nachkriegszeit, ein Neubeginn mit viel Idealismus
In den Wirren der Nachkriegszeit fehlte der Feuerwehr Meyerich zunächst das Löschfahrzeug. Es war von den amerikanischen Soldaten als Beutegut mitgenommen worden und wurde später am Salzbach wiedergefunden. Amtsbrandmeister Frische und Bürgermeister Kötter sen. Gelang es die Feuerwehr Meyerich neu zu ordnen. Übungen wurden mit der Tragkraftspritze Fabrikat „Maier Hagen“ durchgeführt.
30.08.1947
Der Ernstfall trat für die Feuerwehr Meyerich ein. Das Wohnhaus der Familie Rosenhöfel „Am Knapp“ brannte in voller Ausdehnung. Eine 950 Meter Löschwasserleitung vom Löschteich auf dem Gelände Uhlenburg musste bis zum Brandherd gelegt werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, (Schlauchplatzen), klappte die Wasserförderung, so dass ein erfolgreicher Löschangriff durchgeführt wurde. Noch befand sich das Gerätehaus in der damaligen Reithalle am Bahnhof Welver. Sie wurde später vom Amt Borgeln- Schwefe an den Sägewerksbesitzer Emil Schulte verkauft. Die Feuerwehr bezog dann ihr altes Spritzenhaus am Hof von Nölle-Pier.