24.07.1950
Zu einer großen Einsatzübung rückten die Feuerwehren Meyerich mit ihrer Motorspritze und Klotingen mit der Handdruckspritze nach Vellinghausen aus. Es wurde die Zusammenarbeit und die Schnelligkeit in Anwesenheit des Kreisfeuerwehrführers und Amtdirektor Oestreich, geprobt. Die Klotinger Spritze war fünf Minuten schneller am Einsatzort als die Meyericher.
15.10.1951
Die amtseigene Reithalle am Bahnhof Welver hatte die Freiwillige Feuerwehr Meyerich als Feuerwehrgerätehaus jahrelang benutzt. Sie wurde für 25.000 Mark vom Amt Borgeln-Schwefe an den Sägewerksbesitzer Emil Schulte verkauft. Die Feuerwehr musste räumen und bezog ihr altes Spritzenhaus am Hof von Nölle-Pier.
Die Gemütlichkeit der Kameraden kam auch in den Nachkriegsjahren nie zu kurz. Es wurden in der Scheune von Georg und Heinz Röttger auf der Liehte große Feste gefeiert, Karnevalsumzüge und Ausflüge standen auf dem Programm.
04.03.1953
In der Versammlung der freiwilligen Feuerwehr Meyerich im Lokal Kallenbach wurde der Brandmeister Fritz Kötter sen. aus Altersgründen von seinem Amt entlastet und zum Ehrenbrandmeister ernannt, Fritz Hellmich von allen Feuerwehrmännern zum Brandmeister gewählt und vom Kreisbrandmeister Rieber in sein Amt eingeführt.
02.05.1952
Die erste Versammlung unter der Leitung von Brandmeister Hellmich wählte zum stellvertretenden Brandmeister Heinz Röttger, den Schriftführer Georg Twittenhoff, Kassierer Karl Schulte und Gerätewart Willi Beckschulte.
02.05.1953
Auf Vorschlag des Bürgermeister Anton Schnieder wurde der Kamerad Rudi Frohberg im Beisein des Amtsbrandmeister Crüsemann zum neuen Brandmeister gewählt.
17.02.1955
Die Bemühungen des Brandmeister Froberg hatten Erfolg. Zwei Signalhörner und acht Stahlhelme konnten beschafft, der jährliche Etat wird auf 150 Mark festgesetzt. Erwogen wird die Anschaffung der blauen Polizeiuniformen, die auf eine Grüne umrüstet.
24.08.1955
Das Amt Borgeln- Schwefe und die Gemeinde stellen zur Beschaffung von Uniformen je 300 Mark zur Verfügung. Zum 70. Geburtstag des Bürgermeister Anton Schnieder, der länger als 20 Jahre Brandmeister der Wehr war, soll gratuliert werden.
23.11.1955
Durch Umsichtigkeit gelang es dem Kameraden Heinrich Thomas eine gebrauchte Motorspritze zum Preis von 450 Mark zu ordern. Zur Finanzierung der Spritze wurde eine freiwillige zinslose Darlehnsabgabe durch die Wehrmänner vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde sofort umgesetzt. Eine Rückzahlung soll aus dem Etat der Gemeinde erfolgen.
28.01.1956
Der Kaufpreis für die Spritze wurde auf 300 Mark heruntergehandelt und ein Amtszuschuß senkte das Kameradschaftsdarlehn. Eine Rückzahlung von acht Mark wurde vorgenommen. Von der Firma Pollmeier soll ein Anhänger gekauft werden.
01.04.1957
Nach langen Diskussionen erfolgte die Gemeindegebietsreform. Meyerich und Welver wurden unter dem Namen Welver zu einer Gemeinde zusammengelegt.
19.10.1957
Im Rahmen ein er Dienstbesprechung mit Bürgermeister Weimann, Amtsbrandmeister Crüsemann, Brandmeister Hellmich, Feuerwehr Meyerich und Kreisbrandmeister Quante- Rinsche sollte auf Grund der Gebietsreform auch die Feuerwehren neu geordnet werden. Vorgeschlagen wurde die Bildung von zwei Löschzügen unter Leitung von je einem Brandmeister. Über beiden stehe ein Oberbrandmeister. Der Amtsbrandmeister schlug hierfür Fritz Hellmich vor. Bürgermeister Weimann berichtete, dass der Bau eines Feuerwehrgerätehauses vorgesehen, Welver zum Stützpunkt ausgebaut werde und hier ein LF 8 Löschfahrzeug stationiert werde.
30.11.1957
In einer gemeinsamen Versammlung der Feuerwehren Welver und Meyerich wurde Brandmeister Rudolf Frohberg einstimmig zum Oberbrandmeister und Fritz Hellmich zu seinem Stellvertreter gewählt. Zum Brandmeister des zweiten Zuges wurde der Oberfeuerwehrmann Heinrich Schockenhoff gewählt.
04.07.1958
Versammlungsbeschluss: Das 50 jährige Bestehen der Feuerwehr Welver soll nicht gefeiert werden. Dafür wird das alljährliche Biwak veranstaltet.
07.11.1958
Die Gelder für den Bau eines Gerätehauses und für die Beschaffung einer Sirene wurden genehmigt. Der Standort der Sirene steht noch nicht fest.
„Aufbruch zur modernen Feuerwehr“
26.07.1959
Bei der gemeinsamen Versammlung beider Löschzüge im Lokal Karte schied Oberbrandmeister Rudi Frohberg aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Gleichzeitig wurde er zum Ehrenoberbrandmeister ernannt.
Bei der anschließenden Wahl des neuen Oberbrandmeisters, schlug denn Amtsbrandmeister Sillis Fritz Hellmich vor, welcher auch gewählt wurde. Durch die Wahl war allerdings nunmehr das Amt eines neuen Brandmeisters frei, der gleichzeitig Stellv. des OBM ist. Amtsbrandmeister Sillis fand in Edmund Schulte schnell einen geeigneten Nachfolger.