27.02.1960
Wie die Jahre zuvor, wurde wieder eine Karnevalssitzung mit Kappenzwang im Vereinslokal Paul Korte durchgeführt. Die Welveraner Wehr hatte zu diesem Zeitpunkt 39 aktive Kameraden.
Am Karfreitag, dann eine schwarze Stunde für die Freiwillige Feuerwehr Welver. Es verstarb plötzlich und unerwartet Oberbrandmeister Fritz Hellmich. Seit dem 4. März 1952 war er Brandmeister der ehemaligen Wehr Meyerich. Durch die seinerzeitige Verschmelzung der Wehren Welver und Meyerich wurde er am 26. juni 1959 Oberbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren Welver. Die Erfüllung seines größten Wunsches, die Freiwillige Feuerwehr Welver zu modernisieren und mit einem Fahrzeug LF 8 zu versehen, konnte er nun, kurz vor der Vollendung nicht mehr erleben.
Der lange Trauerzug wurde von den Feuerwehrkameraden (angetreten mit allen Zügen) und den Schützen in gleicher Stärke angeführt. Er wurde von zwei, mit Kränzen voll beladenen Wagen beschlossen. Pastor Vahl hielt die Grabrede, die auf den Gedanken aufbaute, dass keiner sich selber lebt und stirbt, vielmehr allein seinem Gott.
Nach der Einsegnung und dem gemeinsamen Vaterunser verabschiedeten sich die Vereinskameraden und die Gemeinde durch ihren Sprecher, vorweg der Kreisbrandmeister Quante- Rinsche,
der im Namen aller zweitausend Feuerwehrkameraden des Kreises die letzten ehrenden Worte an den Toten richtete.
21.05.1960 Abschrift vom Soester Anzeiger
Übergabe des neuen LF8 Löschfahrzeug an die Feuerwehr Welver

LF 8 mit TSA
Die Feuerwehr von Welver hatte am Samstag ihren großen Tag. Es kam der neue Feuerwehrwagen an. Die Wehrmänner waren auf dem Platz an der Molkerei angetreten und harrten dort auf die Ankunft des Wagens. Kurz nach 16 Uhr traf der Wagen ein, nachdem er an der Ortsgrenze empfangen worden war und seine Rundfahrt durch die Ortschaften Welver, Meyerich und Kirchwelver beendet hatte. Allerwärts wurde der Wagen herzlich begrüßt. Dass der neue brandrote Wagen respektiert wurde, zeigte sich an einem PKW, der nicht nur vorschriftsmäßig beim Herannahen anhielt, sondern auch gleich noch in den Straßengraben auswich, sodaß er nur mit Hilfe einiger Anlieger wieder flott kam.
Ehrenoberbrandmeister Froberg gab das Kommando an den Amtsbrandmeister ab, der die 27 angetretenen Feuerwehrmänner und die Bevölkerung zu diesem Wagen beglückwünschte. Dabei erinnerte er an die Verdienste des kürzlich verstorbenen Oberbrandmeister Hellmich, dem eine Gedenkminute gewidmet wurde, und dem die beschleunigte Beschaffung dieses Fahrzeuges im Wesentlichen zu verdanken sei. Der Amtsbrandmeister bat den Bürgermeister Weimann, sich tatkräftig für den Bau eines Gerätehauses einzusetzen, einem Bau, dem sich auch der Amtsbürgermeister Jasper nicht verschloß. Jasper wies darauf hin, dass nunmehr alle größeren Gemeinden des Kreises ein Gerätefahrzeug besitzen. Er hoffe, dass das Fahrzeug möglichst nur bei Übungsfahrten und hoffentlich recht selten zu ernsten Fällen eingesetzt werden müsse.
Der feierlichen Übergabe schloß sich eine Wehrübung an, bei der der angenommene „Rote Hahn“ auf dem Wohnhaus bekämpft werden sollte. Im Ernstfall hätte er sich aber mächtig entfaltet. Denn die Spritze hatte offensichtlich ihren freien Sonnabend. Sie war durch nicht in Gang zu bringen. Ein Menetekel für die Zukunft! Bleibt zu hoffen, das dieser Ausfall der Spritze einen nachhaltigen Eindruck auf die für die Beschaffung zuständigen Vertreter hinterlassen hat. Bei der anschließenden Versammlung spendierte die Gemeinde ein gemeinsames Abendessen, wobei zum erstemal das Feuerwehrlied „Bei Tag und Nacht stehen wir bereit“ gesungen wurde.
03.06.1960
Da nach dem Tode von Oberbrandmeister Fritz Hellmich ein neuer Brandmeister und Wehrführer gefunden werden musste, lud Amtsbrandmeister Sillis zu einer Versammlung ein. Bei der Versammlung im Lokal Albert Schulte wurde „Bubi“ Diethelm Rosenhöfel von den anwesenden Kameraden zum neuen Brandmeister und Wehrführer (kein Gemeindewehrführer) gewählt. Kamerad Rosenhöfel besuchte mehrmals die Feuerwehrschule in Warendorf. Hierdurch wurde Heinz Röttger zum Unterbrandmeister ernannt und Stellv. Wehrführer.
06.12.1960
Es wurde die neue Motorpumpe übergeben, welche bei der Fahrzeugübergabe versagt hatte.
28.01.1961
Unterbrandmeister Heinz Röttger stellt sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung. Auf Grund dessen, wurde Kamerad Erwin Caldewey als neuer Unterbrandmeister ernannt (gleichzeitig Stellv. des BM Rosenhöfel). Die Wehr hatte zu diesem Zeitpunkt 43 aktive Kameraden.
23.03.1961
Die Kameraden wurden gegen 14:00 Uhr zum Brand nach Illingen (Ostermann) gerufen. Die 18 Welveraner Wehrleute die durch Sirenenalarm gerufen wurden, brauchten jedoch nicht mehr einzugreifen, da die ortsansässige Wehr den Brand schon unter Kontrolle hatte.
14.09.1963
Das renovierte Gerätehaus wird seiner Bestimmung übergeben. Dabei erhielt die Feuerwehr gleichzeitig ein neues TLF 16 Tanklöschfahrzeug „Bund“. Bürgermeister Otto Weimann überreicht Ehrenoberbrandmeister Rudi Frohbein die Hausschlüssel.

Schlüsselübergabe

Gruppenfoto von 1963
F.Quante - K.Wahl - E.Schneider - D.Schmiedner - F.Ueckermann - H.Röttger - K.H.Leier
.Hinkelmann - H.Zieting - H.Breitenbach - D.Rosenhöfel - R.Frohberg - E.Schulte - R.Oleksiw - W.Wilms
W.Franke - E.Caldewey

Das Gerätehaus 1963
--.01.1964
Die Löschgruppe besteht aus 45 aktiven Kameraden. Es wird ab jetzt jeden 1. Freitag im Monat eine Übung abgehalten.
--.05.1966
Die Freiwillige Feuerwehr Welver erringt als erste Wehr des Amtes Borgeln- Schwefe die Leistungsspange. Die Gruppe bestand aus folgenden Kameraden: Rolf Appelbaum, Erwin Caldewey, Helmut Drepper, Karl Heinz Leier, Roman Oleksiv, Werner Rabeneck, Heinz Röttger, Diethelm Rosenhöfel und Klaus- Dieter Schreeck.
21.01.1967
Brandmeister Diethelm Rosenhöfel wird vom Amtsbrandmeister Haupthoff zum Oberbrandmeister befördert.
1967
Von dem Kassenbestand von 2.053,56 DM wurde u.a. als erste Wehr im Amt Borgeln- Schwefe eine 2- teilige Steckleiter aus der Kameradenkasse gekauft, sodaß nur noch ein Kassenbestand von 202,91 DM übrig blieb.
1968
Zu 2 Hochwassereinsätzen außerhalb der Gemeinde Welver wurde die Löschgruppe in Ostönnen und in Niederense gerufen.