24.01.1970
Brandmeister und stellv. Wehrführer Edmund Schulte stellte sein Amt zur Verfügung. Es wurde auf der Versammlung mit Mehrheit Karl-Heinz Leier zum neuen stellv. Wehrführer gewählt.
09.01.1971
Friedrich Wenwer gibt sein Amt als Geschäftsführer ab. Sein Nachfolger wird Herbert Sauerland.
Das Jahr 1971
Geschäftsführer Friedrich Wenwer legte sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde Herbert Sauerland. Der Jahresbeitrag für aktive Mitglieder wird auf 3 Mark festgesetzt und ist für eine Pflichtteilnahme an 6 Übungsabende gekoppelt.
Das Jahr 1972
Die Löschgruppe beschließt zwei Ausbildungs- und Übungsabende im Monat durchzuführen. Es wird im Rahmen einer Brandschutzwoche ein „Tag der offenen Tür“ mit großer Fahrzeugschau, zu der die Drehleiter aus Soest aufgefahren wird, veranstaltet.
Das Jahr 1973

Im Rahmen einer Alarmübung wurde im Herbst 1973 die Einsatzfähigkeit aller Löschgruppen der Gemeinde Welver auf dem Gelände des Sägewerk Uhlenburg geprobt.
Die Zusammenarbeit der Löschgruppen funktionierte
Das Jahr 1975
Während der Jahreshauptversammlung dankte Bürgermeister Knierim für die stete Einsatzbereitschaft der Löschgruppe und erinnert an die Bereitwilligkeit der Gemeinde die Feuerwehr in allen Belangen zu unterstützen und zu fördern. Er nannte als gute Beispiele die Anschaffung eines Löschfahrzeuges LF 16 und der Neubau des Gerätehauses. Das LF 16 war allerdings eine Pflichtanschaffung, die aufgrund der Bestandsaufnahme des Brandschutzes durch den Kreisbrandmeister durchgeführt wurde.
Im Februar wurde das mit einem Kostenaufwand von 168.000 Mark beschaffte Löschfahrzeug der Löschgruppe Welver übergeben.
Am 16. Juni erfolgte die Grundsteinlegung zum Feuerwehr- Gerätehaus. Bevor die Maurer tätig wurden, erfolgte im März der Abriss des alten Gerätehauses. Während der Bauphase waren die Einsatzfahrzeuge in der Scheune des Hubertus Fröhlich untergestellt. Zu vier Brandeinsätzen in Dorfwelver, Klotingen, Illingen und Norddinker rückte die Löschgruppe aus und führte elf Wasserversorgungsfahrten nach Ehningsen durch.
Das Jahr 1976
Das große Feuerwehrereignis erfolgte am 9. Juli 1976. Bürgermeister Schlotmann überreichte in einer Feierstunde den Schlüssel des neuen Gerätehauses an Wehrführer Werner Rabeneck. Der Wehrführer gab den Schlüssel mit einem Glückwunsch an den Löschgruppenführer Oberbrandmeister Diethelm Rosenhöfel weiter.
Das Gerätehaus besteht aus vier Fahrzeughallen mit integrierter Werkstatt und Fahrzeuggrube für Reparaturen. An den Fahrzeughallen schließt sich im Zwischenbau die „Zentrale“ als Einsatzleitstelle an. Im Wohngebäude befindet sich im Erdgeschoß der Schulungsraum und die Küche. Das Obergeschoß ist als Hausmeisterwohnung ausgebaut. Die Funktion des „Hausmeisters“ übte von Anfang an das Ehepaar Roswitha und Willi Högger aus. Im Keller befindet sich die Atemschutzwerkstatt mit Reinigungs- und Trockenanlage sowie eine Luftpressanlage für 200 und 300 bar Atemschutzflaschen.
Zu den weiteren Anlagen zählen die sanitären Anlagen. Bei Planung und Bau des Gerätehauses wurde rigoros der Rotstift angesetzt, gespart wurde überall. Die Mittel konnten nicht ausgeschöpft werden, blieben aber am Ort und wurden bei der Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges TLF 16 verwandt.
Das Jahr 1977
Während der Jahresdienstbesprechung am 14. Januar trat Oberbrandmeister Diethelm Rosenhöfel als Löschgruppenführer zurück. Wehrführer Werner Rabeneck ernannte den Unterbrandmeister Karl-Heinz Leier zum kommissarischen Löschgruppenführer. Am 4. März erfolgte die Wahlbestätigung durch die Mitglieder. Zum Stellvertreter wurde Klaus Berkemeier gewählt.
Die Löschgruppe Welver von 1977

oben v.l. H.Büscher - B.Franke - W.Högger - G.Siegemund - V.Schmidt - U.Appelbaum - ? - A.Schmitt - ? H.Sauerland - J.Großelohmann - R.Appelbaum
unten v.l. H.Drepper - S.Raupach - G.Frost - H.W.Coerdt - K.H.Leier - R.Frohberg - D.Rosenhöfel - H.Rötger - G.Balzukat - G.Rohde - A.Nagy - K.Berkemeier - W.Rabeneck
75 Jahre Löschgruppe Welver
Nach dem Bau des Gerätehauses und der Anschaffung von zwei neuen Einsatzfahrzeugen feierte die Löschgruppe am 26. August 1977 mit benachbarten und befreundeten Löschgruppen das 75 jährige Bestehen. Dazu hatte die Löschgruppe ein großes Programm geplant. Mit einem eindrucksvollen Fackelzug zum Ehrenmal wurde das Festprogramm eröffnet. Der Spielmannszug der Kyffhäuser Welver und das Jugendblasorchester Scheidingen unter der Leitung von Bernhard Metzner gaben den musikalischen Rahmen. Vikar Alfons Dicke selbst passives Mitglied der Feuerwehr hielt die Gedenkrede. Er betonte, dass die Freiwillige Feuerwehr als eine Gemeinschaft zu betrachten sei, deren Männer ihr eigenes Leben einsetzen, um das Leben anderer zu retten. Sie verzichten auf persönliche Interessen, machen sich im Dienst am Nächsten verdient. „Unser Gedenken ist unser Dank“, rief der Vikar den Feuerwehrmännern zu.
Löschgruppenführer Karl-Heinz Leier legte zu Ehren der verstorbenen Feuerwehrkameraden einen Kranz nieder.
Ironie der Feuerwehrgeschichte: Als die Löschgruppen zum Abmarsch am Gerätehaus antraten, gab es Alarm. In Illingen brannte ein Stallgebäude. Die Kameraden der LG Scheidingen, Flerke und ein Fahrzeug der LG Welver wurden zum Einsatz abgestellt und bekämpften mit der Werler Wehr erfolgreich den Brand.
Am 27. August wurde erstmals die Ausrichtung der Leistungswettkämpfe des Feuerwehrverbandes Soest durch die Löschgruppe Welver durchgeführt.
36 Gruppen aus dem gesamten Kreisgebiet nahmen daran teil. Mit zwei Gruppen startete die Löschgruppe Welver und hatte Wettkampfpech. Ausgerechnet durch ein „Black out“ eines Kameraden der das Zeitlimit nicht erfüllte, fiel eine Gruppe durch die Leistungsprüfung.
16.Oktober, Großfeuer in Dorfwelver. Die Scheune des Bauern Franzen stand in hellen Flammen und brannte trotz Großeinsatz mit Inventar nieder.
Das Jahr 1978
Zu elf Bränden und 17 technischen Hilfeleistungen rückte die Löschgruppe aus. Darunter waren viele Hochwassereinsätze zu verzeichnen.
Nachdem das Telefonnetz Welver mit dem Notruf 112 auf die Feuerwache Soest geschaltet worden war, erfolgte am 15. April erstmals eine allgemeine Funktionsprobe der über Funk ferngesteuerten Sirenen.